
Nach dem Kohlekraftwerk...
Im März 2009 verkündete der schwedische Energieversorger Vattenfall aufgrund massiver Proteste auf den Bau eines riesigen Kohlekraftwerkes im Herzen Berlin zu verzichten.Als Bürgerinitiative "Nein zum Kohlekraftwerk" hatten wir an der Entwicklung einen massgeblichen Anteil. "Man habe tief in die Stadt hineingehört", sagte der Generalbevollmächtige des Konzernes, Werner Süss. Wie wir bereits bei unserer Gründung im März 2007 verkündeten, ist uns ein "Nein" zur Kohle uns zuwenig. Darum engagieren wir uns weiterhin für eine moderne und zukunftsweisende Energieversorgung in Berlin.
29. September 2009
Berliner Bürger unterstützen CO2-Endlager Protest und Autobahngegner
Das Netzwerk „Berliner Klima“, vormals Bürgerinitiative „Nein zum Kohlekraftwerk“, spendet einen großen Teil des Preisgeldes vom Berliner Umweltpreis an drei Bürgerinitiativen. Die engagierten Berliner Bürger wurden Ende November aufgrund des erfolgreichen Einsatzes gegen das neu geplante Kohlekraftwerk von Vattenfall in Berlin-Lichtenberg vom BUND mit dem Berliner Umweltpreis in der Kategorie "Umweltengagement" ausgezeichnet. Die Bürgerinitiative hat nun beschlossen, ein Drittel des Preisgeldes für andere Bürgerinitiativen zu spenden, die sich ebenfalls für Umweltbelange einsetzen. „Ähnlich wie bei uns, ist allen drei BIs gemein, dass sie sich gegen große, kostspielige und äußerst fragwürdige Bauvorhaben engagieren, deren Verwirklichung die Gefährdung und Zerstörung von Umwelt bedeutet und ein zukünftiger Nutzen ungewiss ist“, erklärt Netzwerk-Sprecher Mike Kess.
Konkret sind das Initiativen, die sich gegen die Verlängerung der A100 in Berlin (BISS) und gegen die Verpressung des Klimagiftes Kohlendioxid (CO2) in die Erde engagieren, wie die Brandenburger Bürgerinitiativen CO2ntra Endlager (Raum Wriezen) und CO2 Endlager Stoppen (Beeskow/Fürstenwalde). In den Urlaubs-und Erholungsregionen nördlich des Scharmützelsees und dem Oderbruch plant der schwedische Staatskonzern Vattenfall CO2 aus Kohlekraftwerken im großen Stile einzulagern. Dagegen protestieren weite Teile der Brandenburger Bevölkerung.
Auch das Netzwerk „Berliner Klima“ spricht sich gegen den industriellen Maßstab der CO2-Verpressung aus, den sogenannten Carbon, Capture and Storage (CCS). Nicht nur, dass die Zukunft für Wohlstand und eine sichere Energiezukunft in den erneuerbaren Energien liege und der Einsatz von CCS den Strompreis massiv verteure, man müsse auch berücksichtigen, welch irreparablen Schaden die CO2-Endlager für den Tourismus und die damit verbundenen Arbeitsplätze in den betroffen Regionen bedeuten. Bei der Lagerung von CO2 bestehe grundsätzlich die Gefahr, dass es zurück an die Oberfläche wandert. Leckagen, undichte Stellen, an denen CO2 dann hochkonzentriert austritt, würden Menschenleben gefährden und Boden und Grundwasser verseuchen. „Wer wird, mit diesem Wissen im Hinterkopf, dann noch in Brandenburg ungestört Urlaub machen“, warnt Kess.
