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"Bürger für Klimaschutz"
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Die Zukunft

"... es könnte natürlich sein, dass alle führenden Wissenschaftler der Welt sich irren, und die wahren Experten in den Reihen der CDU zu finden sind..." (ein Banner vor einem Maisfeld in Dörpen)

 

„Weiter wie bisher” ist ein Worst-Case-Szenario

 „Wenn wir wollen, dass alles bleibt wie es ist, dann ist nötig, dass alles sich verändert”, sagt in Giuseppe Tomasi di Lampedusas Roman „Der Leopard” ein junger Adliger zu seinem Onkel, dem Herzog von Salina. Er erklärt damit, warum er sich der bürgerlichen italienischen Einigungsbewegung anschließt. Seine viel zitierte Schlussfolgerung passt auf das im politischen Wandel begriffene Italien im Jahr 1860 so gut wie auf die Industrienationen der Welt im Jahr 2008.

Um unseren Wohlstand langfristig erhalten zu können, müssen wir unsere Wirtschaftsweise neu erfinden. Fossile Brennstoffe und ihre nicht-nachhaltige Nutzung waren und sind noch die Grundlage unseres Lebensstandards. Als Garanten für die künftige Wohlstandsentwicklung können sie uns jedoch nicht dienen.

Die Nutzung von Erdöl, Kohle und Erdgas durch den Menschen wirkt wie eine tektonische Kraft. Jahr für Jahr werden Milliarden Tonnen Kohlenstoff aus unterirdischen Lagerstätten in die Atmosphäre befördert. Auch wenn sich mancher noch daran klammert – der Glaube, dass das Erdsystem davon unberührt bliebe, hat keine wissenschaftliche Basis. Schon der gesunde Menschenverstand sagt uns etwas anderes: Falls wir diese Dynamik nicht bremsen, riskieren wir, dass sich die planetarische Umwelt tief greifend und unumkehrbar verändert."

 

Hans Joachim Schellnhuber, geboren 1950, leitet das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) seit der Gründung im Jahr 1992. Er lehrt Theoretische Physik an der Universität Potsdam und seit 2005 zudem als Gastprofessor an der britischen Universität Oxford. Er gehört dem Wissenschaftlichen Beirat Globale Umweltveränderungen der Bundesregierung an und berät als Mitglied der Sachverständigengruppe Energie und Klimawandel auch EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso.


 

 

 

 

Viele ahnen es, aber wenige sagen es: Der Klimawandel ruft nach einem Zivilisationswandel. Der Übergang zu einer postfossilen Zivilisation wird das bestimmende Vorhaben
dieses Jahrhunderts sein" (Wuppertal Institut, "Zukunftsfähiges Deutschland in einer globalisierten Welt", 2008)